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Geschichte des Kantatenchores Zeuthen

Martin-Luther-KircheDie Kirchengemeinde Zeuthen hatte seit ihrem eigenen Bestehen, zu Beginn des 20 Jahrhunderts, den Ruf, einen guten Chor zu besitzen. Kantor Wutke hatte das Amt des Chorleiters inne und blieb bis zur Emeritierung in Zeuthen.

1964 trat Reinhold Warnat die Stelle als Kirchenmusiker in Zeuthen an. Er pflegte die chorische Tradition der Kirchengemeinde. Sein besonderes Interesse galt der Verbindung von Chorgesang und dem instrumentalen Musizieren. Mit dem stetig wachsenden Kirchenchor führte er Kantaten u.a. von D. Buxtehude und auch von J.S. Bach auf. Der Schritt zu einem Oratorium musste gewagt werden. Dazu war aber wiederum die Zahl der Chorsänger zu gering.

Johann Sebastian Bach - Link zu Wikipedias Eintrag über das WOJ.S. Bachs „Weihnachtsoratorium“ war das Werk, mit dem sich Chormitglieder werben ließen. Die Presse stand zu damaliger Zeit nicht für uns zur Verfügung. So wurde im Herbst 1972 überall mündlich mitgeteilt, dass der „Kantatenchor Zeuthen“ gegründet wurde und dieser Weihnachten 1973 Bachs Oratorium, Kantaten 1-3, aufführen wird. Zunächst war eine Probe im Monat für dieses Werk angesetzt. Es meldeten sich genügend Chorsänger, um die geplante Aufgabe proben zu können. Die sich andeutende Schwierigkeit: Ein Chorsänger, der aus welchen Gründen auch immer, einmal fehlte, probte dann nach acht Wochen wieder an dem Werk!!! In den letzten Proben vor dem Konzert kam der Chor wöchentlich zusammen. Das war eine Voraussetzung für das Gelingen der Aufführung. Mit Musikern aus einem Berliner Orchester und den erforderlichen Solisten gab es in der vollbesetzten Martin-Luther-Kirche Zeuthen eine festliche Aufführung. Alle Chormitglieder waren sich einig: das Modell wird weitergeführt. Nächstes Probenprogramm: „Die Krönungsmesse“ von W.A. Mozart und die Bachkantate „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort“.

Zur Erarbeitung der Johannes-Passion von J.S. Bach stellte es sich heraus, dass eine wöchentliche Chorprobe für dieses anspruchsvolle Werk unumgänglich war. Es gab Stimmen, die mutmaßten, dass nun der Chor diese zeitliche Belastung nicht mehr auf sich nimmt. Aber, die hohe Aufgabe und die gute Chorgemeinschaft setzten sich durch und damit war geregelt, dass der Kantatenchor Zeuthen jeden Montag von 19:30 – 21 Uhr probt. Der Kirchenchor traf sich bereits um 19 Uhr, denn seine Existenz durfte nicht aufgegeben werden.

Kompliziert war es, die Druckgenehmigung für Plakate und Eintrittskarten zu erhalten. Der Rat des Kreises, Abteilung Kultur, musste die Genehmigung erteilen und das brauchte Zeit, aber letztendlich wurde jede Druckbeantragung für Plakate genehmigt.

Durch eine intensive musikalische Vorarbeit mit Kindern sangen im Kirchen– und Kantatenchor überdurchschnittlich viele Jugendliche mit. Schließlich wurde der Chor eine Gemeinschaft, in der vom Kindesalter bis zum Rentner ein herrliches Musizieren möglich war.

Der Chor, in ihm sangen auch Mitglieder aus den umliegenden Kirchengemeinden, zählte schließlich mehr als hundert Sängerinnen und Sänger.

Wir danken Herrn Kirchenmusikdirektor i.R. Reinhold Warnat für das Verfassen dieses Artikels!

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